Monsta 4.0

„Wie kann man sich nur so hart gönnen?“ – Die Boom Box im Fritz-Emmel-Haus hatte am vergangenen Wochenende einiges zu tun. Denn hier stieg die Monsteraktion 4.0 mit dem Motto „Hip Hop und Streetstyle“.

Am Freitagabend war erstmal ein allgemeines Eingrooven angesagt. Man konnte Arme und Beine bei ersten Breakdance-Übungen verknoten, seinen Wortschatz mit Jzgendsprache bereichern und sich beim Singstar schon mal mit den ganz Großen messen. Hinterher gab es eine Singerunde.

Der nächste Tag war der Streetcredibility verschrieben. Während die neugierigen Homies die Passanten in Frankfurt fragten ob sie denn auch „fly“ wären, verwirklichten andere ihre künstlerischen Talente beim Graffiti-Workshop oder beim Videoclipping.

Am Nachmittag konnte man bei der JAB „deine Mudda“ mit Nadel und Faden zum Kopfkissen machen oder bei einem actionreichen Hausspiel vom DoTTeR den Kreislauf auf Hochtouren bringen. Das Programm war so gut wie die Stimmung. Um eventuellen Müdigkeitsanfällen am späten Nachmittag vorzubeugen gab es in der Fruchtmaxx-Pause frisch gemixte Vitaminbomben, Kaffee und Kuchen.

Die brauchte man nämlich bei der nächsten Einheit, falls man sich entschieden hatte auf der aufgeweichten Wiese Russisch-Labda zu spielen. Zeitgleich konnte man inhaltlich in den deepesten Shit einsteigen und über die Balkanroute sprechen, sich in trauter Runde über die eigene Sippe unterhalten oder über Rassismus nachdenken. Nach Einbruch der Dunkelheit durften sich die Anwohner Kronbergs über Knicklichterbehängte Pfadfinder freuen, die ihre Streetcredibility bei einem Nachtgeländespiel unter Beweis stellten. Schließlich mündete der Tag (wie könnte es anders sein) in einer Singerunde mit einem monstamäßigen Gemütlichkeitsfaktor, gekrönt mit dem ultimativen Singerundenteller, über den sich die Siegergruppe des Nachtgeländespiels freuen durfte.

Um schon einmal für die kalte Jahreszeit vorzusorgen, fraßen wir uns dann am Sonntagmorgen erfolgreich beim Spiel „Rate dich Fett 2.0“ den ersten Winterspeck an. Getreu dem Satz „von nichts kommt nichts“, musste man sich sein Frühstück hart erarbeiten. Also hieß es Ohren spitzen und dem Geilen Alten Literaten lauschen, der aus dem großen Buch der Hip Hop Lyrics vorlas. Die Kenner der Lieder konnten sich über die größten Portionen Waffeln, Croissants, Himbeerquark, Obstsalat und Rührei mit Speck freuen. Ebenso gefragt waren Skills im Gurkenschnitzen und Brezelschnappen.

Gut vorbereitet für alle Formen von Streetlife und mit einem hart gebeutelten Verdauungstrakt verließen die Teilnehmer das Fritz-Emmel-Haus wieder. Aber: Nächstes Mal gönnen wir uns dann wieder so hart.

– Von Marit (Stamm Roter Milan)

 

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